Der Maßstab

DER JUNGE ist jetzt erwachsen. Neben der Suche nach einem Job gilt es jetzt, seine Freizeit zu organisieren.
Er hat viele Ideen.
Doch für diese Aktivitäten braucht er Assistenz.
Die Mutter spricht darüber mit dem zuständigen Sachbearbeiter beim Sozialamt.
„Er möchte zum Schwimmen und zum Klettern gehen“, trägt sie vor. „Und natürlich auch mal einfach so in die Stadt zum Eisessen oder Bummeln. Und am Wochenende zum Tanzen…“
„Na, ja“, sagt der Sachbearbeiter zögerlich, „das ist ja eine ganze Menge…“
„Das finde ich nicht“, antwortet die Mutter, „meine anderen Kinder sind auch mindestens dreimal die Woche nachmittags oder abends weg und wollen natürlich auch am Wochenende nicht zu Hause sitzen.“
„Die sind aber nicht der Maßstab!“, sagt der Sachbearbeiter bestimmt, „der Maßstab sind nicht die ganz normalen anderen Menschen. Der Maßstab sind die ganz normalen anderen Behinderten!“

Die Geschichte vorgelesen …

19 Kommentare

  1. Anonym sagt:

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  2. CD sagt:

    Letzte Woche beim Sozialamt. Die Schulassistenz muss mitten im Schuljahr verlängert werden… es hat sich ja auch sooo viel verändert. Sachbearbeiterin fragt nach Terminen in der Woche. Ich zähle auf: wöchentlich einmal Physio in der Schule, Bewegungsbad, aller 14 Tage therapeutisches Reiten und Vojta, einmal
    wöchentlich Rollstuhlsport. (Im Vergleich zur Kindergartenzeit: keine Ergotherapie mehr und drei wöchentliche Physiotermine weniger.) Sachbearbeiterin: „So viele Termine würde ich ja nicht einmal einem gesunden Kind zumuten. Sie machen das mit ihrem behinderten Kind. Kein Wunder, dass er unkonzentriert in der Schule ist. Da sind wir dann natürlich nicht zuständig für die Assistenz.“

  3. Anonym sagt:

    Antwort an Anonym 13:11.2018 11:53.00
    Wenn es um eine gleiche Besoldung der Lehrer in Deutschland geht,dann kämpfen sogar Politiker in Deutschland dafür. Bislang wurden in Deutschland die Grundschullehrer schlechter bezahlt als die Gymnasiallehrer. Hier kämpfen seit längerem Grundschullehrer für eine Anpassung, nämlich für GLEICHBERECHTIGUNG. Manche Bundesländer haben dies schon durchgesetzt.Wenn es aber darum geht,dass behinderte Menschen in Deutschland gleich behandelt werden sollen, GLEICHE Bildungschancen haben sollen,dann stellen viele Pädagogen sich dagegen.

  4. Anonym sagt:

    Diese Jahr konnten wir in den Medien lesen, wie eine Gymnasiallehrerin sich wehrte ein behindertes Kind auf ihre Schule aufzunehmen. Hier herrschte im Lehrerzimmer bestimmt Einigkeit wenn es darum geht ihre eigenen Rechte durchzusetzen.

  5. Anonym sagt:

    Werden es die Grundschullehrer schaffen ihre Rechte durchzukämpfen um die gleiche Besoldung zu erreichen wie die Gymnasiallehrer? Höchstwahrscheinlich schon.Schließlich haben Inklusionsgegner(darunter viele Pädagogen)letztes Jahr diesen Spitzenpolitiker eine Menge Stimmen eingebracht.Es sind die, die die Inklusionbefürworter von der Macht gestürzt haben!Jetzt müssen sie von den Politiker belohnt werden?

  6. Anonym sagt:

    Und so spart man weiterhin an den sozial Schwachen! Dass die Pfleger in Deutschland und das bei gleicher Qualifikation, unterschiedlich besoldet werden, dass juckt ja anscheinend kaum ein Politiker in Deutschland und viele Inklusionsgegner,darunter auch Pädagogen!Es fehlen Pfleger in Pflegestationen.Sie arbeiten lieber in den Krankenhäuser weil die Besoldung besser ist.Unterschied bis zu 500 Euro(ähnlich wie bei den Pädagogen!) Viele Verbände kämpfen für eine gleiche Besoldung,seit ein paar Jahren. Und was passiert? In der Politik tut man das so als ob es dieses Problem gar nicht gibt! Hier lesen wir in den Medien nicht zig Überschriften wie bei den Pädagogen“Gleiche Bezahlung bei den Pfleger!“. Sind die Pfleger nicht so interessant für die Politiker, weil sie nicht Stimmen wie die Inklusionsgegner einbringen konnten und weiterhin können?Investieren die Politiker in die Pädagogen,weil sie zu denjenigen gehören,die Inklusion immer wieder aufs Eis legen wollen, bzw die Behindertenpolitik,das auch die Pflegepolitik beinhaltet?Tun sie dies weil sie an den sozial Schwachen sparen wollen?

  7. Anonym sagt:

    Viele behinderte Menschen verdienen in den Werkstätten nicht mal ihre Grundsicherung und das TROTZ ARBEIT! Regt sich ein Politiker darüber auf? Behinderte Menschen gingen dieses Jahr in Berlin auf die Strassen und demonstrierten unter dem Motte“ Warum spart man nur an uns?“ Wurde in den Nachrichten was darüber geredet? Gibt es in den Medien so viele Überschriften zu dem Thema „gleiche Bezahlung auch für behinderte Menschen in Deutschland!“ ,wie wir das bei den Pädagogen erleben, wo sich persönlich die Politiker dafür einsetzen? Ist mir nicht bekannt!

  8. Anonym sagt:

    Unser Gesundheitsminister versucht uns Angehörigen Anerkennung zu schenken! In einem Interview sagte er,ohne der Pflege der Angehörigen würde das ganze Pflegesystem in Deutschland zusammenbrechen! Immerhin hat er diese Erkenntnis erlangt! Und was sollen wir denn bitteschön,nur mit schöne Worte machen, wenn viele pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige in der Armut leben müssen?

  9. Anonym sagt:

    Die Altersarmut steigt in Deutschland rapide! Und warum? Weil viele ihre Arbeit aufgeben müssen um für die Pflege ihrer Eltern aufzukommen! Für viele lohnt sich die Arbeit eh nicht mehr.Aus dem geringen Einkommen dass eh viele in Deutschland haben ,werden sie zur Kasse gebeten um für die Pflege der Eltern in Heime aufzukommen Also übernehmen viele selber die Pflege und das bei einem geringen Pflegeld.Jede zweite Rente in Deutschland ist unter 800 Euro. Jeder Fünfte in Deutschland hat ein Einkommen unter 800 Euro. Politiker tun anscheinend nichts anders als die Probleme von sich abzuschieben,Wie es so schön heißt“aus dem Auge aus dem Sinn!“.

  10. Anonym sagt:

    In Deutschland läuft es wie so oft. Man schiebt die Probleme von sich ab. In den Schulen wenn Kinder den Anforderungen nicht nachkommen, werden sie dann von einer Schulform in die nächste abgeschoben . Die miserable Schulbildung durch fehlendes Personal wird durch die Angehörige aufgefangen. Eltern geben Nachhilfeunterricht ihrer Kinder (sonst würde das Bildungsniveau in Deutschland sinken). Und bei den pflegebedürftigen Menschen ist es ähnlich. Man erwartet dass die Angehörigen dies auffangen. Man schiebt die pflegebedürftige Menschen den Angehörigen zu!

  11. Anonym sagt:

    Es wird von Eltern behinderter Kinder erwartet dass sie….den Maßstab am besten an Länder aus
    der dritten Welt anpassen sollen….

    In welchem Kommentar steht das?

  12. Anonym sagt:

    Entweder Mensch oder Behinderter. Dieser Sachbearbeiter hat es auf den Punkt gebracht: wie un-menschlich diese Aufteilung in Schubladen ist. Und dann heisst es: einfach-teilhaben.de! Ja, wenn das mal so einfach wäre. Wir mir das alles stinkt!

  13. Anonym sagt:

    Was meinst Du denn damit ,das manche Politiker und Pädagogen in Deutschland vom Munde behinderter Menschen nehmen ? Um Ihre eigenen Rechte durchzusetzen …

  14. Anonym sagt:

    Stimmt!Und wehe man zeigt sich nicht auch noch dankbar für jede Kleinigkeit!Man erwartet,dass behinderte Menschen sich immer nach unten orientieren sollen. Wie oft lesen wir auch hier im Blog freche Kommentare,dass es in anderen Ländern viel schlimmer zugeht,was die Betreuung behinderter Kinder angeht!
    Es wird von Eltern behinderter Kinder erwartet dass sie ihre Ansprüche ,den Maßstab am besten an Länder aus der dritten Welt anpassen sollen und nicht an Deutschland. Frage mich manchmal ob diese anonymen Kommentatoren ihre eigene Ansprüche und Erwartungen,was ihre Rechte betrifft auch an anderen Ländern ,wo es schlimmer zugeht, anpassen.Man spart an den behinderten Menschen indem man die schlimme Lage beschwichtig oder der man setzt die schamlos aus! Das beste Beispiel erleben wir bei manchen Politiker und manchen Pädagogen in Deutschland,die wie es den Anschein hat, schamlos "vom Munde" behinderter Menschen nehmen um ihre eigenen Rechte durchzusetzen!

  15. Dani sagt:

    Die Gegenüberstellung von 'ganz normalen Behinderten' zu 'ganz normalen Menschen' ist mir als erstes aufgestoßen. Eine enorme Diskriminierung! Und gefährlich, wie die deutsche (und andere) Geschichte zeigt. Hmmm…

  16. Anonym sagt:

    So, so, ein neuer Rechtsbegriff – der normale Behinderte.Definition wohl – anpruchslos, satt und sauber in seiner Sondereinrichtung.

  17. Anonym sagt:

    Ja , so sieht es aus ! Behinderte dürfen sich stets nach unten orientieren . Die , die gar keine Ideen ihrer Freizeitgestaltung haben , oder diese nicht äußern können , sind dabei am praktischsten für die zuständigen Sachbearbeiter und Kostenträger . Die es äußern können , müssen trotzdem alles erkämpfen . Es ist einfach nur traurig , behindert wird man !

  18. Anonym sagt:

    Mit behinderten Menschen und deren Angehörigen wird generell so umgegangen . Wenn es der Situation dienlich ist , soll sich der behinderte Mensch nach oben orientieren , ansonsten schaut man auf die untere Ebene . Selbst als nicht behinderter Angehöriger wird man durch dieses Verhalten der Gesellschafft wirklich ohnmächtig durch das ständige hin und her geschubse an möglichen oder unmöglichen Unterstützungen . Die Folge davon ist ein ständiges über Jahre andauerndes kämpfen das immer mehr zermürbt . Letztendlich ist man dann froh wenn man einfach nur seine Ruhe hat .

  19. Anonym sagt:

    Egal um welchen Bereich es geht: Inklusion darf nichts kosten. Es ist wirklich zum Weinen.

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