Warum eigentlich

Der Vater DES JUNGEN kommt zur Arbeit.
Beim Umkleiden spricht ihn ein Kollege an: „Hast du schon gehört? Die wollen uns hier auch bald impfen! Ich weiß echt noch nicht, ob ich das machen soll.“
„Das ist doch prima, dass jetzt auch endlich in den Betrieben geimpft wird“, sagt der Vater, „ich bin ja schon geimpft, aber ich an deiner Stelle würde zuschlagen: So schnell und einfach kommst du wahrscheinlich sonst nirgends an eine Impfung.“
„Hmmh…“, der Kollege überlegt. „Das stimmt. Aber warum bist du eigentlich schon geimpft?“
Und bevor der Vater antworten kann, gibt der Kollege selbst die Antwort: „Ach ja klar, wegen deinem Buben! Da hast du schon immer wieder ein paar richtige Vorteile, gell?“

Die Geschichte vorgelesen …

4 Kommentare

  1. kipa sagt:

    Wenn‘ s nicht so traurig oder schamlos wäre: die Realität spiegelt die Geschichte leider wider. So kam mein eigener erwachsener Sohn auf die Idee, für sein eigenes Kind seine behinderte Schwester als „enge Kontaktperson“ anzugeben, um für dieses eine vorzeitige Impfung zu erlangen. In Wirklichkeit kennen sich beide fast gar nicht; geschweige denn, dass sie engen Kontakt zueinander hätten. – Denn der Kontakt zu einer Behinderten wird durchaus von der angeheirateten Familie zumindest nicht gerne gesehen…

  2. Anonymous sagt:

    Si tu prends ma place, prends aussi mon handicap…steht in Frankreich oft an den Parkplätzen für Behinderte…frei übersetzt: Wenn du meinen Parkplatz haben möchtest, dann nimm mein Handicap auch dazu.

    • kipa sagt:

      Oder anders: Ich kenne ein paar Leute, zufällig auch Verwandte, die plötzlich mit ausgefülltem Impfschein als „Kontaktperson“ des Behinderten vor der Tür stehen, um eine Impfung heischend, ohne sich jemals gekümmert oder gefragt zu haben…

  3. Anonymous sagt:

    Der Kollege könnte ein behindertes Kind adoptieren oder als Pflegekind annehmen. Dann wäre er nicht mehr so furchtbar benachteiligt und diskriminiert.
    Halt, nein, lieber nicht! Das Kind müsste einem leid tun.

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