Die WhatsApp-Gruppe

DER JUNGE ist schon seit einigen Jahren in einer Jugendgruppe.
Weil sich die Leiter das nicht anders zutrauen, schickt die Mutter immer eine Begleitperson mit.
Manchmal meldet sich der junge Mann, der mitgeht, wenn sich etwas geändert hat –
Wenn sich die Gruppe zum Beispiel im Schwimmbad oder im Eiscafé trifft.
„Woher weiß er das eigentlich immer?“, überlegt die Mutter eines Tages und fragt ihn.
„Na, aus der WhatsApp-Gruppe!“, sagt er.
„Welche Gruppe?“, fragt die Mutter überrascht, „und warum ist der Junge da nicht drin?“
„Hat er denn ein Handy?“, fragt der junge Mann, „ich glaube, damit rechnet dort keiner…“
„Und warum nicht?“ Die Mutter schüttelt ungläubig den Kopf: „Ein Handy hat er schon seit Jahren! Er schreibt auch regelmäßig in die Klassengruppe und mit seinen Freunden!“
Sie mailt die Gruppenleiterin an und bittet sie, den Jungen auf die Liste der WhatsApp-Gruppe zu setzen.
„Kein Problem“, schreibt diese kurz zurück.
Als der Junge auf der Liste ergänzt wird, sieht die Mutter den Eintrag:
„Liste erstellt vor 2,5 Jahren.“

Die Geschichte vorgelesen …

2 Kommentare

  1. Anonym sagt:

    Hatte solche Erfahrungen auch bei meinem Kind machen müssen.Infozettel über Klassenausflüge,Elternabende
    ,Fototermin u.s.w wurden an meinem Kind nicht weiter gegeben. Klassenlehrer schoben dann die Schuld auf den Sonderpädagogen oder auf den Schulbegleiter.Laut denen,wäre das die Aufgabe der Sonderpädagogen.
    Es ist wie immer! Eltern müssen sich um alles kümmern,hinterher sein,sonst läuft kaum was!

  2. Anonym sagt:

    Whatsapp ist ein unglaublich tolles Kommunikationsmittel ,weil den meisten behinderten Kindern in Deutschland das Lesen und Schreiben nicht beigebracht wird obwohl viele ein riesen Potenzial haben.Viele Kinder aus Sonderschulen kommunizieren mit ihren Klassenkollegen per Sprachnachricht.Zur unterstützten Kommunikation ein tolles Hilfsmittel!

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