Der Personalrat

„Du…“, sagt die Mutter DES MÄDCHENS zu einer Bekannten, „das war in dieser Woche richtig nett: Ein Personalrat hat meine Tochter angesprochen und sich vorgestellt.“
„Ach“, sagt die andere Mutter, „und was wollte er?“
„Er ist jetzt Jugendvertreter und hat gesagt: Wann immer sie ein Problem hat, soll sie gleich zu ihm kommen. Deine Tochter arbeitet doch auch auf dem ersten Arbeitsmarkt. Da gibt es bei euch doch sicher auch einen Betriebsrat?“
„Das weiß ich nicht“, antwortet die Mutter, „es ist ja ein Außenarbeitsplatz der Werkstatt für Behinderte. Ich habe immer nur mit der Werkstatt zu tun. Ich glaube nicht, dass irgendwer vom Betriebsrat oder andere meine Tochter schon mal angesprochen haben!“

Die Geschichte vorgelesen …

2 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Dass die Tochter nicht angesprochen wird, kann aber auch daran liegen, dass es in Deutschland im Westteil lediglich in 42% der Betriebe Betriebsräte gibt und im Ostteil in 35%. Es ist also keinesfalls sicher, dass es einen Betriebsrat gibt. In meinem Betrieb gibt es einen Betriebsrat, aber keine JAV, weil es keine Auszubildenden gibt.
    Betriebsratstätigkeit ist übrigens ein Ehrenamt, das Engagement steht und fällt mit den Leuten und der Unterstützung (bzw. dem Gegenteil) der Geschäftsführung.
    Da die Mutter vom Personalrat spricht, ist die Tochter anscheinend im öffentlichen Dienst tätig.
    Was hat die Werkstatt mit dieser Geschichte zu tun?

  2. Christoph Droß sagt:

    Nur zur Info: Jeder Betrieb, der mehr als fünf Schwerbehinderte hat, kann auch einen Schwerbehindertenvertreter haben. Dieser muß nicht unbedingt Mitglied des Personalrates sein. Ich wünsche euch alles Gute.

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