Unser Adventskalender 2017

Sätze, die wir nicht mehr hören wollen

1 “Das sind die Eltern, die die Behinderung ihrer Kinder nicht akzeptieren.”

(Kultusministeriums-Mitarbeiter u.a. über Eltern, die sich für Inklusion einsetzen)

2 “Ich darf doch -unsere Downies- sagen, oder?”

(Mitarbeiterin bei der Anmeldung eines Jugendlichen zur integrativen Freizeitgruppe)

3 “Kommt er denn da mit?”

Nachfrage des Schulrats an die Mutter des Schülers im Rollstuhl am Gymnasium/ eines Schülers mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung an Hauptschule)

4 “Ihr Kind wird nie lesen/schreiben/reden/laufen lernen!”

(Prognosen von Ärzten, Therapeuten, Lehrern)

5 “Schweigen Sie und nehmen Sie Ihr Schicksal an!”

(Leserbriefschreiber über Eltern, die sich für Inklusion ihrer Kinder mit Behinderung einsetzen)

6 “Mathematik habe ich gleich gestrichen und durch Lebenspraxis ersetzt.”

(Sonderpädagogin an der allgemeinen Schule zu Schuljahresbeginn)

7 “Oh, nein, im Leben nicht reden Sie hier mit!”

(Sonderpädagogin, die den Eltern die Förderplanung vorstellt)

8 “Ja, soll der denn hier Abitur machen?”

(Menschen über zieldifferent zu unterrichtende Kinder mit Behinderung am Gymnasium)

9 “Die können ja nicht richtig malen, oder? Es geht doch nur um PR für Inklusion.”

(XY zu einer Ausstellung mit Werken junger Künstler mit Behinderung)

10 “Schade, wenn die Kinder den Ehrgeiz ihrer Eltern ausbaden müssen!” 

(Kommentar des Hausmeisters zur Inklusion)

11 “Im Sandkasten verstehen die sich immer noch alle, aber später macht das eigentlich keinen Sinn mehr.”

(Schulamtsmitarbeiter zur Inklusion in weiterführenden Schulen)

12 “Och, wir finden, so schlecht sieht sie gar nicht…”

(Lehrerteam, das keine Hilfsmittel einsetzen möchte, über eine Schülerin mit einer Sehkraft unter 20%)

13 “Äh, wo haben Sie denn das gelernt?”

(Sonderpädagoge über Mutter, die Alltagsabläufe ihres Sohnes mit Behinderung auf selbstgemachten Bildkarten visualisiert)

14 “Aber wozu soll er denn Englisch lernen? Der macht doch sowieso nie einen Abschluss!”

(Lehrerin zum elterlichen Wunsch, das Kind nicht vom Fremdsprachunterricht auszuschließen)

15 ” Kann er denn sprechen?”

(Frage an die Begleitperson und im Beisein eines jungen Mannes mit Behinderung)

16 „In der Kantine ist kein Platz für die behinderten Schüler. Deshalb essen wir alleine im Klassenzimmer, das ist sowieso gemütlicher.“

(Sonderpädagogin, als sie die an eine allgemeine Schule ausgelagerte Klasse einer Sonderschule vorstellt)

17 „Das interessiert die doch eh nicht!“

(Mitarbeiter einer Einrichtung der Behindertenhilfe über politische Bildungsangebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten)

18 „Aber wenn Ihr Sohn behindert ist, kann er doch sowieso nicht alleine zu Fuß zur Schule gehen. Dann müssen Sie ihn ja auch nicht wohnortnah beschulen lassen!“

(Schulleiterin der örtlichen Grundschule)

19 „Hahahahahahahahahahaha….“

(Lehrerteam, als Eltern die sogenannte „Erziehungspartnerschaft“ Schule/Elternhaus einfordern, die im  – vom Kultusministerium veröffentlichten – Bildungsplan so formuliert ist)

20 “Seien Sie sich darüber im Klaren:
In der Inklusion hat Ihr Kind dann aber nur Schmalspursonderpädagogik!”


(vom Schulamt bestellter Gutachter)

21 “Nächstes Mal hörst du einfach besser zu!”

(Lehrerin zum schwerhörigen Jungen, der nachfragte, weil er was nicht verstanden hatte)

22 “Ah, sind Sie die Inklusionseltern?”

(Gemeinschaftsschul-Lehrerin, als sie Eltern das erste Mal trifft)

23 “Ich kann doch niemanden einfach so zwingen, sich mit Behinderten abzugeben!”

(Freizeitleiterin, als Begründung, warum ein Kind mit Behinderung nicht im Kurs aufgenommen wird)

24 “Das Schöne daran ist: Ihnen bleibt immer ein Kind zu Hause! Die Gesunden werden ja viel zu schnell erwachsen.”

(Mitarbeiterin einer Frühförderstelle)

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