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Die Mutter schaut sich eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung an.
Dann sitzt sie beim Leiter im Büro.
Bisher ist DAS MÄDCHEN inklusive Wege gegangen. Aber jetzt?
„Inklusion ist doch bei uns auch längst angekommen“, beruhigt sie der Leiter.
Das findet die Mutter spannend und fragt nach.
„Bisher“, sagt der Leiter, „war bei uns auch vieles getrennt. Aber jetzt haben wir etwas ganz Neues: Unsere Kantine.“
Und er erklärt. In der neuen Kantine essen die Menschen mit Behinderung nicht mehr allein.
Sie essen jetzt gemeinsam mit ihren Anleitern und den pädagogischen Kräften der Werkstatt.
Die hatten vorher eine eigene Kantine.
Der Leiter reicht der Mutter den Essensplan.
Heute gibt es Jägerschnitzel.
Ganz oben auf dem Blatt steht in großen Buchstaben:

„Inklusive Kantine“

Die Geschichte vorgelesen …

6 Kommentare

  1. Hmm… Wäre eine Inklusive Kantine nicht eine, wo auch Gäste willkommen sind, die eben von der Arbeitsstelle gegenüber schnell zum Essen kommen, weil nach Hause fahren zu weit wäre?

    Ich bin irritiert darüber, dass das inklusiv sein soll.

  2. Ähhh, ich kann es gerade nicht fassen

  3. Anonym sagt:

    Die haben wohl gründlich was mißverstanden. Leider weit verbreitet. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, damit Inklusion nicht zur Farce, sondern zur Haltung wird.

  4. Anonym sagt:

    Inklusion innerhalb des separierenden Systems!
    Wow, wie attraktiv!
    Gute Miene zum bösen Spiel machen da die hungrigen Kantinenbesucher mit ihren Suppenschüsselchen in der Hand!
    Großartig!

  5. Anonym sagt:

    … ich könnte einfach immer nur heulen. Wenn man da ohne Depressionen durchkommen soll, verdient man einen Orden oder einen Platz im Himmel. Beides bringt auch nichts. Macht weiter so!

  6. Anonym sagt:

    Oh je! Sehr inklusiv!

    Die Illustration ist klasse!
    Ein Lob an den Künstler!

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